Die Betroffenen sind oft verstrickt in eine selbstzerstörerische Gruppendynamik. So, wie sich die Familienmitglieder kollektiv als diskriminiert erfahren, diskriminieren sie sich gegenseitig weiter. Neben einer fortgesetzten Diskriminierung von außen ist durch einen Verinnerlichungsprozess eine manchmal noch rücksichtslosere Diskriminierung aus dem eigenen Inneren wirksam.

Mit Blick hierauf ergeben sich für uns folgende Arbeitsfelder:

  • Familienhilfe in der einzelnen Familie, um u.a. das gestörte Kommunikationssystem zu verbessern und die Aggression in der Familie als Primär-Gruppe zu bearbeiten.
  • Schülerhilfearbeit mit Kindern und Jugendlichen. Hier geht es uns darum, neue Fähigkeiten für ein kooperatives Verhalten in der Familie wie in der Schule einüben.
  • Gruppenarbeit mit Eltern. Erfahrungen vermitteln, dass und worin die Vorteile einer sozialen und solidarischen Zusammenarbeit bestehen. Die von uns durchgeführten Schul- und Berufskurse eröffnen den Familien erstmals eine wirtschaftliche Perspektive ohne Abhängigkeit von ALG 2 und Sozialhilfe. Die beteiligten Eltern bilden neue Freundschaften und Solidargemeinschaften.