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Was sind die größten Hindernisse zurzeit?

Da die Begleitung der Ausbildung ausserhalb der VHS ehrenamtlich erfolgt, ist die Unterstützung lückenhaft. Es fehlt an einer Ausbildungsvergütung (Stand 2015), sodass Teilnehmer/innen immer wieder den Unterricht unterbrechen müssen, wenn das Einkommen ihrer Familien einbricht. Die wissenschaftliche Aufarbeitung der Projektarbeit muss dringend erweitert werden.

Sind die Teilnehmer mit einem Alter von bis zu 60 Jahren nicht zu alt zum Lernen?

Nein! Aber anders als Jüngere. Wir müssen damit rechnen, dass sich das Fachseminar - möglicherweise schon allein deshalb, weil es die offiziellen Lehrpläne so vorgeben (das werden wir zu untersuchen haben) - didaktisch und methodisch an der Arbeit mit jüngeren "Schülern/-innen" (so lautet bezeichnenderweise der gebräuchliche Terminus für Auszubildende in der Pflege) orientiert. Wir brauchen deshalb während der gesamten Kurszeit eine begleitende Moderation, die in Interaktion zwischen Dozierenden und Lernenden ein Optimum gemäß den individuellen Förderbedarfen und Lernressourcen der Auszubildenden entwickelt.

Warum reicht die normale Berufsausbildung nicht aus?

Um aus der Situation der Arbeitslosigkeit oder geringfügigen Beschäftigung herauszukommen, benötigen und suchen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen nach einem praktikablen Einstieg in eine Berufsausbildung. Jobcenter neigen dazu, nur kurzzeitige Ausbildungen zu finanzieren, die kaum die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern, obwohl z.B. in Alten- und Krankenpflege qualifiziertes Personal fehlt. Deutschkurse bringen offensichtlich in ihrer jetzigen didaktischen Struktur wenig Erfolg. Wenn eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer in der Vergangenheit als Flüchtling nicht arbeiten durfte und heute sich um ihre bzw. seine Familie kümmern muss, ist der selbst zu erbringende Aufwand zu hoch, um die Kosten und die Zeit für einen Deutschkurs aufzubringen, den sie bzw. er nicht in den Alltag unterbringen kann.

 

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