Last year already the newspaper Die Zeit stated that the euphoria for refugees vanished in Germany. Only few enterprises offered traineeships, and public financed language training didn't reach migrants for different reasons. As our job training is self-organized we had already great success and we continue to identify both new learning methods and conditions. Thus, there is a critical point for this project leaving volonteer commitment on the way to be recognized and financed on a larger scale.

Letztes Jahr schon konstatierte die Zeit, dass die Euphorie für die Flüchtlinge schwindet. Nur wenige Unternehmen bieten Praktika an und öffentlich finanzierte Sprachkurse erreichten kaum erreichten kaum ihre Adressaten aus unterschiedlichen Gründen. Da unsere Ausbildung selbstorganisiert ist, hatten wir großen Erfolg und bleiben dran, neue Lernmethoden zu entwickeln und das Lernklima zu verbessern. Das Projekt befindet sich an einem kritischen Punkt: wir wollen das ehrenamtliche Engagement verlassen, sind aber noch nicht von öffentlichen und privaten Geldgebern akzeptiert.

 

Wir kommen nicht weiter. Mittlerweile hat ein weiterer Jahrgang sehr erfolgreich an der Volkshochschule den Hauptschulabschluss absolviert, aber von der Landesregierung in Düsseldorf kommt nicht die erforderliche Unterstützung für die Fortsetzung unserer Arbeit. Wofür brauchen wir Geld? Ohne die bisher ehrenamtliche Begleitung bei Behördengängen, Beratung für den Weg zu einem geregelten Arbeitsplatz, ohne Ansprache neuer Teilnehmer wären die Kurse an der VHS nicht zustande gekommen. Hätte sich niemand engagiert, der sich mit den Spielregeln in Deutschland auskennt, wären viele Teilnehmer abgesprungen und zurückgekehrt in prekäre Beschäftigungsverhältnisse oder Arbeitslosigkeit.

Wir würden gerne weitermachen, vor allem endlich in Zusammenarbeit mit einer Pflegeschule die Weiterbildung zur Altenpflegehelferin und Altenpflegerin (oder -pfleger) starten, zweisprachig und mit gegenseitiger Unterstützung, mit neuen Lernmethoden, aber es scheint keinen Platz für dieses Projekt zu geben. Gesundheitsministerium, Arbeits- und Wirtschaftsministerium schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu, wer ein 'Modellprojekt' finanzieren soll. Gut, wir haben in diesem wie im letzten Jahr Bildungsgutscheine für den VHS-Kurs bekommen, sodass deren Lehrer bezahlt werden konnten. Aber das reicht eben nicht, um die Teilnehmer zusätzlich zu betreuen.

Also spaltet sich die Lerngruppe auf in einen kleinen Kreis derer, die den Deutschtest des vom Jobcenter beauftragten Psychologischen Dienstes bestehen, und den Rest, der aus unserer Sicht genauso intelligent, verantwortungsbewusst, arbeitsfähig und -willig ist. Statt 40 haben so nur eine Handvoll der ehemaligen Teilnehmer die Ausbildung an einer Pflegeschule begonnen bzw. sogar schon absolviert. Unser Ziel ist jedoch alle in Lohn und Brot zu bringen. In Bezug auf die Hauptschulabschlüsse haben wir bewiesen, wie wertvoll das Community-Prinzip und das Nachweisen der notwendigen Deutschkenntnisse erst am Ende der Ausbildung statt zum Beginn sind. Und wir haben noch mehr Ideen, die nun auf der Strecke bleiben. Schade.

Um die Ziele des Projekts und den Fortschritt unserer Arbeit zu dokumentieren, wurde diese Webseite ins Leben gerufen. Neben dem öffentlichen Teil gibt es Informationen für Teilnehmer, zum Beispiel einen Terminplan, Übersetzungen von Lernmaterial, das Curriculum. Für die Organisation stehen nach Anmeldung eigene Bereiche zur Verfügung.

 

 

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